Erkenne deine Stressfallen

Erkenne deine Stressfallen

  • Beitrags-Kategorie:Alltag / Beruf / Stress

Wusstest du, dass Studien belegen, dass sich mehr als 50 Prozent der Menschen in Deutschland, regelmäßig gestresst fühlen?

Redet man von Stress, unterscheidet man zwischen positivem und negativem Stress. Wenn dir etwas Spaß macht, kann Stress das Adrenalin in deinem Körper anfeuern und dich anspornen. In solchen Momenten, gehen wir einer Aufgabe nach, die sich für uns gut anfühlt. Befinden wir uns allerdings in einer Situation, die wir als belastend und herausfordernd erleben, löst Stress in uns, Anspannung und Druck aus.

Die Bandbreite was uns stresst, kann dabei sehr vielfältig sein:

Termin-Druck, finanzielle Sorgen oder vielleicht auch das Zusammenleben als Familie. Dabei ist interessant, dass jeder Mensch Stress sehr unterschiedlich empfindet. So kann es sein, dass Autofahren dich an deine Belastungsgrenzen bringt und es für einen anderen Menschen, nichts Schöneres gibt, als sich hinter das Lenkrad zu setzen.

Wie du siehst, ist Stress etwas sehr persönliches. Was dich glücklich macht, kann von einem anderen Menschen, als sehr anstrengend empfunden werden. Es ist wichtig, diese Individualität zu verstehen. Denn durch dieses Wissen, können wir uns besser in andere Menschen einfühlen und Verständnis aufbringen.

Hinzu kommt, dass viele Menschen dazu neigen, sich zu vergleichen und in Frage zu stellen. Ganz nach dem Motto: „Wenn mein Kollege das Pensum schafft, dann muss ich das auch hinkriegen.“ Dabei übersehen wir oft das Wesentliche, nämlich, dass es uns dabei gut geht.

Wenn wir uns in Situationen begeben, die uns unter Druck setzten, vergessen wir schnell, an unser Empfinden und unsere Bedürfnisse zu denken. Immer über eigene Grenzen zu gehen, wird sich mit der Zeit, wie ein schwerer Rucksack anfühlen. Dabei erkennen wir oft erst, welche Schwere wir mit uns herumtragen, wenn sich bereits seelische oder körperliche Reaktionen zeigen. Doch dann ist es leider zumeist schon passiert:

Du bist in die Stress-Falle getappt.

Stress, egal ob positiver oder negativer, ist Teil von unserem Leben. Diesen Aspekt anzunehmen, ist bereits ein wichtiger Schritt. Die Frage ist nur, wie kann es gelingen, den negativen Stress zu reduzieren, um sich wieder leichter und freier zu fühlen?

 

Drücke die Stopp-Taste

Oft merken wir gar nicht, dass Stress sich in unser Leben schleicht. Langsam Schritt für Schritt, werden Belastung, Anspannung und Druck immer größer. Unser Leben ist schnell geworden. Alles muss am besten gleichzeitig und sofort geschehen. Wir sind den ganzen Tag von Reizen und Eindrücken umgeben, die uns in ihrer ganzen Vielfalt schnell überfordern.

Dabei sind Menschen oft wahre Meister im Verdrängen. Bis wir merken, dass uns alles zu viel ist, haben wir unsere Belastungsgrenze zumeist bereits erreicht. Kleine Ruhemomente am Tag, können dir dabei helfen, den Fokus wieder auf dich zu lenken. Gönne dir ganz bewusst regelmäßige Pausen. Wenn du einen besonders turbulenten Tag erlebst, ist es umso bedeutsamer, die Geschwindigkeit zu drosseln.

Setze dich einen Moment hin, um einen Tee zu trinken oder gehe für ein paar Minuten spazieren. Diese kurzen Augenblicke, unterstützen dich dabei, wieder mehr zu dir selbst zu finden. Spüre in dich hinein und nehme wahr, was dein Körper dir sagt.

Wie geht es dir gerade? Fühlst du sich dein Körper angespannt oder enstpannt an? Ist deine Atmung eher tief oder flach?

Nehme dir auch am Abend die Zeit, um den ganzen Tag, nochmal einmal Revue passieren zu lassen. Wenn wir uns bewusst machen, welche Situationen uns stressen, dann ist dies der erste Schritt, um Anspannung loszulassen.

 

 

Sortiere dich neu

Es gibt diese Tage, an denen ein großer Stapel an Aufgaben vor uns liegt. Doch wo anfangen?

Kennst du die Situation, dass du mehrere Dinge gleichzeitig machst?

Die Fähigkeit zum Multi-Tasking, wird in unserer Gesellschaft, oft als eine besonders positive Eigenschaft angesehen.

Doch warum eigentlich? Wir sind wesentlich aufmerksamer, wenn wir uns nur auf eine Sache konzentrieren.

Der Wunsch in kurzer Zeit, möglichst viel zu erledigen, scheint in unserer schnelllebigen Welt, besonders wichtig zu sein. Unser Gehirn, kann die Fülle an Eindrücken zumeist allerdings nur schwer aufnehmen und verarbeiten. Es sind schlicht und ergreifend zu viele Informationen, die auf uns einprasseln. Durch das hohe Tempo, fühlen wir uns gehetzt und überfordert. Das führt dazu, dass wir nur noch Bruchteile von dem wahrnehmen, was um uns herum geschieht.

Konzentrieren wir uns auf eine Sache, ist dies am Ende effektiver. Wir sind mit unseren Gedanken fokussierter und können dadurch achtsamer, sowohl auf uns, als auch auf unser Umfeld reagieren. Doch noch ein wichtiger Punkt, spielt dabei eine wesentliche Rolle:

In dem Moment, in dem wir unsere Aufgaben sortieren, entsteht eine neue Klarheit. Was vorher diffus wirkte, hat nun eine Struktur, an der wir uns orientieren können.

Auf diese Weise können wir erkennen, was im Moment wichtig ist. Ganz im Sinne des Sprichwortes: „Manchmal sieht man den Wald, vor lauter Bäumen nicht.“

 

 

Blicke in dein Innerstes

Höre einmal in dich hinein. Was brauchst du, damit es dir gut geht?

Du bist der Gestalter deines Lebens. Wenn du dich wohl fühlst, wird sich das positiv, auf dein Befinden auswirken. Es ist ein Unterschied, ob wir gelassen und mit gutem Gefühl durch das Leben gehen oder ständig unter Strom stehen. Wenn wir durch den Alltag rennen, wirken wir auf andere Menschen, manchmal sehr stark und voller Energie. Aber ist das tatsächlich so oder muten wir uns einfach zu viel zu, um den Erwartungen anderer Menschen zu genügen? Wenn wir mit Ruhe und Gelassenheit unseren Tag bestreiten, entwickelt sich etwas viel bedeutsameres in uns:

Innere Stärke.

Fühlen wir uns innerlich gefestigt, dann können wir auch anstrengende Zeiten gut bewältigen.

Lerne dich und deine Bedürfnisse kennen. Denn sie zeigen dir, was du brauchst, damit es dir gut geht.

 

 

 

„Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause.“

(Elizabeth Barrett Browning)

 

 

Wie gehst du mit Stress-Situationen um? Welche Strategien kannst du empfehlen, um den Alltag entspannt zu genießen?

Teile deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren, um andere Menschen damit zu inspirieren.

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